Inhalt der ersten Ausgabe 
»Links«
des Augustes 2008


Mitglieder- / Informationszeitung
Des Kreisverbandes
»DIE LINKE.Schweinfurt«
www.dielinke-sw-kg.de



Inhalt

Stadtrat Schweinfurt
Kreistag Schweinfurt
Gemeinderat Gochsheim

Landtagswahlen 2008:
Bayern sozialer machen!
LINKS WÄHLEN !





Die Linke und der Mindestlohn

Seit der Bundestagswahl 2006 sitzt DIE LINKE im Bundestag als Oppositionspartei und seitdem kämpft sie auch zusammen mit zahlreichen Aktionen für einen gerechten gesetzlichen Mindestlohn. So wurde am 14. Juni 2007 der Antrag »Deutschland braucht Mindestlöhne« durch DIE LINKE in den Bundestag eingebracht.

Übrigens, DIE LINKE hat dabei die Forderungen der SPD-Unterschriftenaktion ein Jahr vorher genau übernommen.  Ergebnis – Die SPD stimmt mit 4 Stimmen für JA, einer Stimmenthaltung und 193 Stimmen für NEIN. Das ist wieder einmal ein Beweis, die SPD als Regierungspartei blockiert ihre eigene Politik und heuchelt den Menschen etwas vor. Sie wirbt öffentlich für den Mindestlohn und lehnt ihn gleichzeitig im Parlament ab. Sie stimmt nicht nur gegen sich selbst, sondern auch gegen die Menschen, die zu Armutslöhnen arbeiten müssen. Und das sind derzeit immerhin rund 36 Prozent der Vollbeschäftigten—die für Niedriglöhne arbeiten müssen: 12 Prozent davon erhalten weniger als die Hälfte des Durchschnittslohnes.

Dieser Zustand, so sagt DIE LINKE, ist nicht länger hinnehmbar. Die Aktivitäten für gerechte Mindestlöhne gehen mittlerweile über die Bundespolitik hinaus bis in die Kreisverbände. So wird zur Zeit in Bayern die Vorbereitung eines Volksentscheides für bayrische Mindestlöhne unterstützt. Auf Antrag der Delegierten des Kreisverbandes Schweinfurt zum Landesparteitag am 26.04.2008 mit ihren Kreisvorsitzenden Frank Firsching an der Spitze fasste dieses Gremium den Beschluss, als erste Partei in Bayern die Vorbereitung dieses Volksentscheides tatkräftig zu unterstützen. Zur Zeit läuft auch noch die Unterschriftensammlung für den Volksentscheid, insbesondere mit den Info-Ständen und persönlichen Gesprächen mit den Bürgern.

DIE LINKE hat sich sowohl im Bundestag, in den Landesparlamenten als auch in den kommunalen Räten eine demokratischere Politik auf die Fahnen geschrieben. Ein zentraler Punkt dessen ist und bleibt der Kampf und die Einführung der Mindestlöhne. Es kann nicht sein, dass Menschen tagtäglich einer harten Arbeit nachgehen und dabei immer ärmer werden. Aber nicht nur die Arbeitnehmer, auch die Wirtschaft braucht Mindestlöhne. Denn nicht umsonst heißt es: „Wenn es dem Volk gut geht, dann geht es auch der Wirtschaft gut.“
Dieser Spruch besagt nichts anderes, als dass die Menschen, wenn sie wieder mehr Geld in der Tasche haben, auch wieder mehr ausgeben können. Die Binnenwirtschaft wird angekurbelt und es werden die so dringend benötigten Arbeitsplätze geschaffen. So liegt die Forderung der Linken nach Mindestlöhnen indirekt auch im Interesse der Unternehmen.


Angelika Strobel




Weblinks

http://www.mindestlohn.de/
http://www.linksfraktion.de/

Quellen

DIE LINKE im Bundestag:



Die Linke im Schweinfurter Stadtrat

Der tolle Wahlkampf bescherte der Partei DIE LINKE bei den Kommunalwahlen in Schweinfurt fulminante 8,6 Prozent aller Stimmen. Das ermöglichte den Einzug von vier Stadträten ins Schweinfurter Stadtparlament. Hier werden die vier vorgestellt.

MS/Links

Carmen Staross

»Respektiver Umgang miteinander und die soziale Gerechtigkeit sind für mich die persönlichen Schwerpunkte in meinem Leben« bekennt die 48jährige Carmen, die seit 1977 ver.di Mitglied ist. Seit 10 Jahren arbeitet sie als Erzieherin in einem Wohnheim der Lebenshilfe. Als gleichberechtigte Kreisvorsitzende der Partei DIE LINKE Schweinfurt sitzt sie im Kultur-, Sport- und Jugendhilfeausschuss im Stadtrat Schweinfurt.

Frank Firsching

»Ich habe den Braten viel früher gerochen als andere«, sagt der 44jährige Frank heute über sich selbst, als er im Jahr 2000 die SPD verließ und die WASG mitgründete. »Die Schrödersche SPD hat mich gezwungen mitzuhelfen die vereinte LINKE in DEUTSCHLAND zu gründen und aktiv Politik zu machen.«
Wegen Platzmangels in Kürze: DGB Regionsvorsitzender Main-Rhön/Schweinfurt, Kreisvorsitzender DIE LINKE SW, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Stadtrat Schweinfurt

Sinan Ötztürk

»Zu wissen, dass jedes fünfte Kind in Schweinfurt in Armut lebt, ist eine Situation , die wir nicht hinnehmen dürfen« rüttelt Sinan uns alle auf. Als Bezirksgeschäftsführer von ver.di Schweinfurt will der 33jährige Sozialtickets und einen Schulmittelfond für Schweinfurt. Für DIE LINKE sitzt er im Rechnungsprüfungsausschuss und im Aufsichtsrat der Stadtwerke GmbH im Stadtrat Schweinfurt.

Joachim Fiedler

Viele kennen den 70jährigen Joachim als sozial engagierten Unruheständler. Das Ehrenamt begleitet ihn sein Leben lang. So war er 30 Jahre im Kirchenvorstand der Christuskirche, 12 Jahre Schöffe und 15 Jahre Vorsitzender eines Schwerbehinderten Sportvereins. In seiner Sprechstunde des Versicherungsältesten ist er als Rentenberater im DGB-Haus tätig.  Im Stadtrat Schweinfurt sitzt er für DIE LINKE im Bau / Umweltausschuss – und im Liegenschaftsausschuss.




Jetzt geht's los!
Der Mitgliederbrief des Kreisrats

Das könnte das Motto für uns drei sein. Wir – das sind Angelika Strobel, Wolfgang Gutgesell und Klaus Schröder. Gewählt  am 2. März 2008 für DIE LINKE in den Schweinfurter Kreistag.

Wir haben natürlich schon über unsere „gemeinsame Zeit“ mit CSU, SPD, GRÜNE usw. diskutiert, und wir haben auch schon unsern ersten offiziellen „Dienstgang“ als Kreisräte hinter uns: Als die erste unterfränkische Biomüllvergärungsanlage in der Rothmühle eröffnet wurde, waren wir eingeladen. Muss man mal mitgemacht haben. Interessanter die Gespräche hinterher – mit SPDlern, Freien Wählern und auch CSUlern (wie sich später heraus gestellt hatte). Da gibt’s dann schon mal gute Tipps, die reichen von einem „bleibt wie ihr seid“ bis zu einem »da könnt ihr zeigen, ob ihr kapiert, wie Politik funktioniert.« Das haben wir geschrieben, als die Kreistagswelt von uns dreien noch halbwegs in Ordnung war, als wir noch hofften, die Mehrheitsfraktion der CSU hätten nicht nur Abnicker in ihren Reihen.

Der 5. Mai, der Tag der Konstituierung war für uns schon nach einer halben Stunde „gegessen“. Denn nach dieser halben Stunde im Kreistag hat die CSU gezeigt, dass ihnen tausende Wählerinnen und Wähler, die uns in den Kreistag gewählt haben, egal sind. Kein Argument unsererseits, aber auch keines von den anderen Gruppen im Kreistag konnte die CSU überzeugen. In dieser konstituierenden Sitzung des Kreistages Schweinfurt wurde von der Mehrheitsfraktion (CSU: 49,35% Stimmenanteil bei der Kommunalwahl ergaben 31 Sitze) gegen die Stimmen der anderen Fraktionen und Gruppen für den Kreisausschuss das Wahlverfahren nach d`Hondt durchgesetzt. Begründung des CSU Fraktionsvorsitzenden: Wäre nach Hare-Niemeyer ausgezählt worden, würde die Partei mit der absoluten Mehrheit (CSU) im Schweinfurter Kreistag nicht dem Wählerwillen spiegelbildlich vertreten sein.

Das Aussehen des Kreisausschusses nach d`Hondt:
CSU: sieben Sitze / SPD zwei Sitze / FW zwei Sitze / GRÜNE einen Sitz. Zusammen 12 Sitze. Dazu der Landrat (CSU), der auch stimmberechtigt ist. (D.H. die CSU sichert sich 66,66% der Stimmen im Kreisausschuss)

Das Aussehen des Kreisausschusses nach Hare-Niemeyer:
CSU: sechs Sitze / SPD: zwei Sitze / FW: zwei Sitze; GRÜNE: einen Sitz; DIE LINKE: einen Sitz. Zusammen 12 Sitze. Dazu der Landrat (CSU), der auch stimmberechtigt ist. (D.H. die CSU sichert sich - immer noch - 58,33% der Stimmen im Kreisausschuss)

Da der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mit seinem Urteil vom 17. März 2004 (AZ: 4 BV 03.1159) eindeutig kleine Gruppen und Parteien stärken wollte, nutzt in diesem o.g. Fall eine schon mit dem Privileg der absoluten Mehrheit ausgestattete Partei (obwohl sie nur 49,35% Stimmen hatte) dieses Urteil, um auf Kosten einer kleineren Gruppierung, die dann nicht mehr im Ausschuss vertreten wäre, noch stärker im Kreisausschuss zu sein. Wenn man bedenkt, dass die Schweinfurter Landkreisbürger durch ihr Votum zu den schon sechs im Schweinfurter Kreistag vertretenen Parteien am 2. März 2008 eine siebte Partei dazu hineingewählt hat, diese dann im außerordentlich wichtigen Kreisausschuss nicht vertreten ist, weil die Mehrheitspartei einfach mal so das Wahlverfahren ändert, so ist das ganz sicher kein spiegelbildliches Abbild des Wählerwillens.

Das heißt für uns LINKE: Nach der Geschäftsordnung des Kreistages Schweinfurt können nur Gruppen, die im Kreisausschuss vertreten sind, eine Fraktion bilden und so sind wir auch aus den anderen Ausschüssen verbannt. Wir können natürlich an jeder Ausschusssitzung teilnehmen und wir werden auch dass sooft wie möglich tun. Dort sind wir aber nur Zuhörer und können unser Argumente nicht mit einbringen.

Deshalb haben wir als Erstes einen Einspruch bei der Regierung von Unterfranken gegen die Änderung des Wahlverfahrens des Schweinfurter Kreistages (von Hare-Niemeyer zu d`Hondt) eingelegt (auch nachzulesen unter http://www.dielinke-sw-kg.de/). Außerdem haben wir uns beim Bundes- und Landesvorstand der LINKEN schon nach rechtlichen Schritten erkundigt. Eine Rückmeldung liegt z.Z. noch nicht vor.

Aber ganz untätig waren wir in der ersten Sitzung natürlich nicht. So stellten wir den Antrag, dass am Anfang jeder Kreistagssitzung eine  Einwohnerfragestunde stattfinden soll. Für uns ist es wichtig, dass die Bürger direkt sagen können, was ihnen nicht passt! Das sollten wir Kreisräte eigentlich aushalten können. Dies wäre ein Schritt in Richtung „mehr Bürgerbeteiligung“ gewesen. Doch darüber wurde erst gar nicht lange diskutiert.

Für uns war das ein weiterer Beleg, dass die etablierten Parteien im Kreistag von Schweinfurt die Probleme der Bürger nicht öffentlich diskutieren wollen – mitreden soll die Bürgerin oder der Bürger scheinbar nicht dürfen. In vielen anderen Kreisen ist das möglich.

Weitere wichtige Themen für uns sind das Sozialticket und die Einführung eines Schulfonds. Beides wird von uns noch in Antragsform gebracht und bei diesen Themen hoffen wir auf Unterstützung von Kreisräten aus anderen Parteien.


Weblinks

http://de.wikipedia.org/wiki/D’Hondt-Verfahren
http://de.wikipedia.org/wiki/Hare-Niemeyer-Verfahren




Deutschland hat zuwenig Bodenschätze das es ausbeuten kann [Merkel]
Wir haben nur den Menschen!

Fragen an den Spitzenkandidaten der Linken für den unterfränkischen Bezirkstag: Thomas Hahn

Zur Person

Thomas Hahn (verheiratet und drei Kinder) wurde am 03.10.1974 in Stuttgart geboren, studierte nach dem Abitur Biologie. Mitarbeit im AstA, Engagement für Tier- und Umweltschutzverbände, Obdachlosenhilfe. Neben dem Studium Arbeit in der Lebensmittelkontrolle im Auftrag des Ministeriums. Mitglied bei ver.di und 2004 Eintritt in die WASG. Er leitet zur Zeit das Wahlkreisbüro von MdB Klaus Ernst in Schweinfurt.


Vier Fragen an Thomas Hahn

Herr Hahn, als Diplom-Biologe und auch - familiär - medizinisch vorgeprägt, sind Sie geradezu prädestiniert für eine Kandidatur zum Bezirkstag. Was veranlasste Sie persönlich für den Bezirkstag zu kandidieren?
„Die seit einigen Jahren zunehmende Ungerechtigkeit in diesem Land, die Reiche immer wohlhabender werden und den Anderen immer weniger zum Leben lässt, hat in mir eine Haltung des Widerstandes hervorgerufen, zumal ich selbst nach dem Studium Zeiten der Arbeitslosigkeit erlebt habe. Ich prangere auch an, dass in Deutschland versucht wird, die Schwachen gegen die noch Schwächeren aufzuhetzen und möchte daran erinnern, dass wir das schon einmal hatten.“ 

 Als ehemalige Vorzeige-Kommunistin der DDR plädiert Frau Merkel jetzt offen für die Ausbeutung der Menschen, in dem sie bei öffentlichen Veranstaltungen dafür eintritt, statt der fehlenden Bodenschätze in Deutschland die Menschen auszubeuten.  Ein anderes Mal spricht sie wieder von »sozialer Marktwirtschaft.«  Glauben Sie, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung überhaupt eine zuverlässige Perspektive für ein zufriedenes, weitgehend sorgenfreies Leben von dieser Regierung zu erwarten hat? 
»Mit Nachdruck sage ich: nein!« Diese Regierung ist so sehr der Wirtschaft verbunden, was aufgrund diverser Berater- und sonstiger Pöstchen wörtlich gemeint ist, dass die Belange der Mehrheit der Bevölkerung schlicht nicht mehr zählen. Wer beißt schon die Hand, die einen füttert?

 Im aktuellen ‚Armutsbericht’ wird festgehalten, dass ca. 25 %  der Deutschen weniger als 790 Euro monatlich zur Verfügung haben. Der vorhergehende Armutsbericht hatte da noch 960 Euro ausgewiesen. Was ist Ihre Meinung dazu? 
»Die vertretbare Grenze nach unten ist bei weitem überschritten. Ich frage mich manchmal, ob ausgetestet werden soll, mit wie wenig Einkommen ein Mensch noch überleben kann.«

 Seit über 30 Jahren wird der deutschen Bevölkerung eingeredet, dass es ihr nur besser gehen könne, wenn sie auf Wohlstand verzichtet. Ein Widerspruch in sich selbst. Während der Durchschnitts–Deutsche immer ärmer wird sind stattdessen die Bareinlagen auf den deutschen Banken auf über 5.000 Milliarden angeschwollen.  Zum Teil wegen gezielter Gesetze, die einige Wirtschaftsfachleute hinter vorgehaltener Hand sagen lies: »Was man in Deutschland unter Wirtschaft versteht, verkommt immer mehr zu, durch Gesetze legalisierte Kriminalität.« Wäre es da nicht sinnvoll, hier anzusetzen und z.B. einmalig auf alle Bareinlagen die größer 5 Millionen sind 15%  Steuern zu erheben um damit den Haushalt auszugleichen?
»Das wäre in der Tat ein geeignetes Instrument. Schon morgen könnte Deutschland damit schuldenfrei sein. Und der Staat hätte durch Zinsersparnis täglich über 100 Millionen Euros mehr zur Verfügung. Millionen, die momentan an die gezahlt werden, die durch die Verarmung der Gesellschaft am meisten profitieren.«

Bezirkstag?

Der Bezirkstag ist ein von den Bürgern gewähltes Organ mit Zuständigkeiten für...

Das Gesundheitswesen
Einrichtungen für Psychiatrie, Neurologie und Suchtkranke

Das Sozialwesen
überörtlicher Träger der Sozialhilfe für Behinderte u. ältere Mitbürger in Einrichtungen

Die Kultur - und Heimatpflege
Freilichtmuseen

Das Schulwesen
Schulen für Hör – und Sprachgeschädigte

Den Schutz der Natur und Gewässer
Gewässer zweiter Ordnung und Fischereiwesen

Positionen der Linken zum bayrischen Bezirkstag

http://www.die-linke-bayern.de/wahlen/landtagswahl_2008/bezirkstagswahlen/positionen/


WUSSTEN SIE...

…dass in der Bayerischen Verfassung unter Artikel 168/169 jeweils Absatz 1 bereits ein Mindestlohn vorgesehen ist? Die CSU ist gegen Mindestlohn!

…dass die CSU Unterschriften für die Wiedereinführung der Pendler Pauschale und steuerlichen Entlastung der Bürger sammelt. Die CSU Minister haben in Berlin dem Haushalt 2009 zugestimmt, obwohl keine dieser Forderungen beinhaltet ist. Seltsam!? Wie ernst ist es der CSU mit diesen Forderungen wirklich?






Wolfgang Ziller - 
Spitzenkandidat für Unterfranken

Demokratische und sozialere Politik ist für die Menschen da und nicht für die Vergoldung unverschämter Raubritter-Profite übermächtiger Konzerne. Die müssten ordentlich Steuern abführen, dass Menschlichkeit, Demokratie und das Sozialstaats-Prinzip nicht verkommen.

Es ließen sich sehr viele Grundsätze, persönlich geprägt, formulieren. Ich will nicht ellenlang unsere Programmatik zitieren, hinter der ich stehe und die ich u.a. im Landtag umsetzen will. Mein ganzes politisches und demokratisch widerständiges Leben, war davon geprägt, dass mir bewusst geblieben ist: „Wer sich nicht wehrt lebt verkehrt.“

So wie der Mensch lebt, kulturvoll, solidarisch und gerecht, so kämpft er auch. Engagiert gegen soziale Ungerechtigkeiten, schonungslose Egoisten usw., für Schwache und Entrechtete, für mehr Menschlichkeit, Demokratie und Soziales. Nie außer Acht lassend, das „Sich-Wehren“ gemeinsam noch besser zu lernen.

Dazu bitte ich um Vertrauen und Unterstützung.


Wolfgang Ziller

Zur Person

Wolfgang Ziller, 11. April 1945 in Stuttgart geboren, geschieden; in mehreren Regionen gelebt; 3 Kinder und 1 Enkel, lebt glücklich mit seiner Lebens-Partnerin

Politisches Engagement (in Auszügen) :
Aufgewachsen und geprägt in einer Arbeiterfamilie; seit dem 16. Lebensjahr politisch aktiv;  war und blieb entschieden engagiert für demokratische Entwicklung; aktiv gegen Vietnam-Krieg und Neonazis; engagiert in 68iger-Bewegung, sowie bei Lehrlings-Aktionen für bessere Berufsausbildung; seit 1963 sehr engagierter Gewerkschafter, Mitglied und Funktionär der IG Metall bis heute; Landtags-Kandidat für DIE LINKE

Weblink

http://www.die-linke-bayern.de/
 wahlen/
 landtagswahl_2008/
 spitzenteam/
 wolfgang_ziller/


Positionen

Für mehr Bildungschancen für alle
Für nachhaltige Steuergerechtigkeit
Für menschengerechte Arbeit und Löhne
Für mehr soziale Gerechtigkeit
Für mehr Demokratie, mehr Bürgerbeteiligung
Für einen Politikwechseln in Bayern und im Bund

Kurzinterview mit Wolfgang Ziller

Was sagst du zur Verzögerung der Herausgabe der bayerischen Sozialberichte und zur Sozialpolitik in Bayern?
Die CSU will offensichtlich kurz vor den Wahlen etwas beschönigen. Die soziale Wirklichkeit in Bayern ist ebenso katastrophal wie in anderen Bundesländern. Viel zu Viele haben entschieden zu wenig und leben an der Armutsgrenze. Es besteht die Gefahr dass immer mehr Menschen finanziell abstürzen. Derweil wächst der Reichtum für Wenige. 170 000 Menschen unter 18 Jahren, davon allein 130 000 Kinder leben in Bayern auf Sozialhilfeniveau. In  Städten wie Hof, Coburg, Nürnberg oder Schweinfurt werden Quoten von nahezu 20 % Kinderarmut registriert. Es ist Verfassungsauftrag, Kinder »gegen sittliche, geistige und körperliche Verwahrlosung und gegen
Misshandlung zu schützen.« Die Politik der CSU ist weder „christlich“ noch „sozial“. SPD und Grüne hatten dem Sozialabbau der letzten Jahre mit der Agenda 2010 und den Hartz-Gesetzen den Weg bereitet und sind deshalb in den Augen Vieler auch als Opposition eher unglaubwürdig.
Mehr soziale Gerechtigkeit, menschenwürdige Arbeit (mit Mindestlohn und tarifliche Bedingungen) müssen auf der Tagesordnung bleiben. Es muß endlich mehr für die Mehrheit der einfachen Menschen gemacht werden!

Wie ist deine Meinung dazu, dass immer mehr Menschen nicht mehr an Wahlen teilnehmen?
Wahlenthaltung in Bayern nutzt nur der CSU, als leider immer noch stärkste Partei. Das Wahlrecht bevorteilt sie. Das können diejenigen die zurecht unzufrieden sind mit der gegenwärtigen Politik nicht wirklich wollen. Besser ist schon, genauer hinzusehen, welche soziale Gegenkraft gestärkt werden sollte, damit endlich Schluß ist mit der Ausgrenzung des Sozialen, mit der Auslese-Politik im Bildungswesen, mit der einseitigen Begünstigung von Großkonzernen und Vermögenden. Dieses schöne Land Bayern braucht eine konsequentere soziale Opposition. DIE LINKE bringt die Probleme der Menschen zur Sprache und fordert engagiert politische Änderungen im Interesse von Arbeitnehmern, Arbeitslosen, Rentnern, Schülern und Studenten, also der Mehrheit der Bevölkerung.




DIE LINKE im Kreistag

Angelika Strobel

Ich möchte, dass auch meine Enkelkinder noch von ihrer Arbeit leben können und dass sie eine gesicherte Zukunft haben. Für mich ist der Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten für Kleinkinder genauso wichtig wie die Schaffung von Ganztagsschulen. Dafür werde ich mich in meiner Arbeit als Kreisrätin im Landkreis Schweinfurt einsetzen.

Mail:
strobel.angelika @ web.de


Wolfgang Gutgesell

Ohne uns gäb es nichts Neues im Kreistag. Die CSU hat sich schon einmal mit uns befassen müssen und es wird sicher nicht das letzte Mal sein. Ob sie will oder nicht – sie wird mit uns über die Einführung eines Sozialtickets und eines Schulfonds reden.

Mail:
wolfgang.gutgesell @ gmx.de


Klaus Schröder

Wir sprechen im Kreistag Themen an, die bisher nicht auf der Tagesordnung gestanden haben. Uns haben viele Schweinfurter Bürger gewählt, weil sie wissen, dass wir uns auch für die Sozialschwachen  einsetzen. Ich sehe hier eine große Aufgabe, die auf uns wartet.

Mail:
schroek1 @ web.de





Keine Polemik: Konzepte!

Hier ein paar Vorschläge von Wolfgang Ziller wie das Programm der Partei DIE LINKE finanzierbar ist:
Energieeinsparung bei öffentlichen Gebäuden. Nur an der Uni Erlangen – Nürnberg wären jährlich 800 Tausend Euro möglich. Einheitliches IT-Verfahren für die Staatsministerien. Hier wurden 2.3 Mio. Euro in den Sand gesetzt. Teure und nicht effiziende Einzellösungen werden weiter betrieben. Die (gewollt!) kritische Personalsituation bei der Steuerfahndung kostet dem bayerischem Steuerzahler jährlich 40 Mio. Euro Förderung der Bambi-Verleihung in München 200 Tausend Euro. 46 Mio. Euro kosten die weitgehend nutzlosen Programme „Geprüfte Qualität aus Bayern“ und „ Umstellungsprogramm für artgerechte Tierhaltung.“ Entlastung des ärztlichen Dienstes vom Papierkrieg ca. 30 Mio. Euro. (Quelle: Bayrischer Oberster Rechnungshof)
Das wären ca. 150 Mio. Euro!
 
Danke Erwin Huber; Danke CSU,
noch vor kurzem, wurden Forderungen der LINKEN wie die Wiedereinführung der Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer (Entlastung für die, die keine Einkommenssteuer zahlen nicht vergessen!) und Entlastungen der Bürger die durch die hohen steuerlichen Belastungen, der Inflationsrate und den abenteuerlich steigenden Energiekosten stark gebeutelt sind, von Ihnen als von Spinnern vorgebrachten und nicht finanzierbaren Forderungen abgelehnt.
Anscheinend sind Sie in sich gegangen, und haben plötzlich festgestellt, das vieles doch finanzierbar ist und flugs einige unserer Forderungen als die Ihren veröffentlicht.

Macht nichts, Hauptsache man kümmert sich (Dank unserer Vorarbeit) auch wieder einmal um den „kleinen Mann.“

Wäre da noch die Frage: Haben Sie so schnell dazugelernt oder haben Sie bisher dem Volk nicht die Wahrheit gesagt ?

GR/Links



Impressum

„Links“ ist die Mitgliederzeitung der Partei DIE LINKE.Schweinfurt/KV
Adresse: Hadergasse 11  97421 Schweinfurt Telefon: 09721/730 98-13; visdP.: Frank Firsching, Carmen Starost
Redakteure:  Rolf Finster,  Reinhold Gerigk, Gerhard Ruppert, Matthias Schleemilch; Layout: Sebastian Schleemilch












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